Oh mein Gott! Was hab ich mir da nur eingebrockt? Ich könnte heulen. Ich und mein großes Maul… da liegt sie nun vor mir. Aber der Reihe nach.
Heute war es also so weit – ich habe meine Querflöte von der Post abgeholt! Für alle ebay-Freaks: Tolle Ware, schneller Versand und super verpackt, gerne jederzeit wieder… Ich packte sie also aus und stand bereits vor dem ersten Rätsel. Nach 1 Minute. Toller Anfang.
Wie setzt man eine Querflöte zusammen?
Warum ist bei dem Ding keine Anleitung dabei? Aber wozu gibt es Google? Ich habe also die erste halb Stunde damit verbracht, im Netz nach “Bauplänen” zu suchen (sie besteht aus immerhin drei Teilen…). Nachdem alle Teile mehr oder weniger plausibel zusamengesteckt waren, wollte ich die Querflöte nun endlich in die Hand nehmen. Doch halt:
Wie hält man eine Querflöte?
Ich hab keine Ahnung. Also wieder zu Google, suchen nach “Querflöte Haltung” und “Querflöte Griff“. Das hat dann schon etwas länger gedauert, aber ich würde erneut fündig. Mittlerweile war etwa eine Stunde vergangen, ich hatte das schöne Stück korrekt zusammengesetzt und wusste nun, wie man sie hält. Gut. Also los dann. Auf geht’s. Andere tun es doch auch. Aber:
Wie spielt man eine Querflöte?
Ich also wieder gegoogelt. Und dabei festgestelt, dass es bei Youtube jede Menge äußerst hilfreiche Videos zum Querflöte lernen gibt. So z.B. hier oder hier. Erstaunlicherweise kam der erste Ton auf Anhieb. Und gar nicht so schlecht!
Damit ist mein Tagesziel – das Spielen eines Tons – bereits erreicht. Also gleich nochmal – zur Vertiefung. Aber, moment mal…. WO WAR MEIN TON HIN? ER WAR WEG! Offenbar hatte ich genau das, was man als Anfängerglück bezeichnet. Ich versuchte also erfolglos, meiner Querflöte den einen, den wundervollen Ton zu entlocken – ca. eine halbe Stunde lang. Doch dann: Aus Kratzen wurde Rauschen. Aus Rauschen wurde quietschen. Aus Qietschen wurde jaulen. Und aus Jaulen wurde… DER TON! Da war er also wieder. Und diesmal blieb er.
Natürlich wurde ich umgehend größenwahnsinnig und begann, auf den Klappen herumzuspielen, um vielleicht ein zufälligerweise wohlklingendes Intervall zu erwischen. Allerdings blieb der Ton immer gleich. Kann doch nicht sein. Na egal – es gibt ja Google.
Querflöte Grifftabelle
stand da also in der Suchmaske und schnell wurde ich fündig. Ich hätte es lassen sollen. So eine Grifftabelle ist zwar ungemein praktisch und wirklich leicht verständlich – offenbart aber leider auch, dass man NICHTS kann – falls dem so ist. Und genau so ist dem. Meine ursprüngliche Annahme, dass man lediglich einen Ton spielen müsse und den Rest die Klappen erledigen, zerplatzte wie eine Seifenblase. Offenbar ist für jeden Ton auch eine andere…. also, wie heißt das… “Blastechnik” (???) erforderlich. Meine derzeitige reicht für eben den einen Ton. Genug Frust für einen Tag.
Alles in allem war der erste Tag dieses Experiments also sehr ernüchternd und mein Respekt vor Leuten, die gut Querflöte spielen können, ist spontan in’s Unermessliche gestiegen. Mein Ziel “Querflöte spielen in 3 Monaten” kann ich getrost vergessen. Oder doch nicht?
Ich glaube, ich werde jetzt noch ein bisschen üben… Morgen sollen es 3 Töne werden.